Status quo und Zukunftsperspektiven von interkulturellen Ausbildungsinhalten in den Curricula der medizinischen Fakultäten in Deutschland

Hintergrund und Zielsetzung

Bisher wurden Unterrichtseinheiten zum Thema Interkulturelle Kompetenz in medizinischen Curricula in Deutschland lediglich sporadisch angeboten. Andere Länder, wie die USA und die Niederlande, haben die Notwendigkeit, angehende Ärztinnen und Ärzte auf diese Realität ihres Berufsalltags vorzubereiten, bereits erkannt und entsprechende Inhalte in den regulären Lehrplan eingefügt.

Ziele des Workshops waren der intensivierte Auf- und Ausbau einer Expert:innen-Gruppe, der Austausch, die weitere Vernetzung und das gemeinsame Erarbeiten von Grundlagen für eine Implementierung entsprechender Lernziele und Ausbildungsinhalte.

Methodik

Nach Gründung eines Online-Arbeitskreis zur Lernzielentwicklung wurden die Mitglieder zusammen mit weiteren durch Recherche mit in dieser Lehrthematik bekannten Expertinnen und Experten zu einem eintägigen Workshop eingeladen.

Ergebnisse

Der Workshop fand am 11.06.2012 ganztägig im Institut für Allgemeinmedizin in Hamburg statt. Auf dem Workshop waren 17 Expertinnen und Experten aus 13 medizinischen Fakultäten vertreten. Alle Teilnehmenden hatten eigene Lehrerfahrung an medizinischen Fakultäten zum Themenbereich „Interkulturelle Kompetenz“. Es wurde offiziell die „Bundesarbeitsgruppe Interkulturelle Kompetenz in der medizinischen Ausbildung“ gegründet, über die Anbindung an die Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) wurde diskutiert. Im weiteren Verlauf wurde 2012 der GMA-Ausschuss „Kulturelle Kompetenz und Global Health“ gegründet, der sich im deutschsprachigen Raum weiter für die beschriebenen Ziele einsetzt.

Förderer: Robert Bosch Stiftung

Laufzeit: 01/2012 - 12/2012

Kontakt: Claudia Mews