Herzlich willkommen im MVZ Fachbereich Allgemeine Hepatologie und Leberzirrhose
Unsere Spezialist:innen informieren, beraten und behandeln Patient:innen wie auch niedergelasse Ärzt:innen zu einem breiten Spektrum an Lebererkrankungen. Die Behandlungsschwerpunkte unserer Sprechstunde umfassen vor allem:
- Erstabklärung/Diagnostik bei unklarer Lebererkrankung
- Alkoholische Lebererkrankung
- Nichtalkoholische/metabolische Fettlebererkrankung (NAFLD/MASLD)
- Angeborene/hereditäre Erkrankungen (M. Wilson, Hämochromatose, a1-Antitrypsin Mangel, zystische Fibrose)
- Leberzirrhose und portale Hypertension
- Vaskuläre Lebererkrankungen und nicht-zirrhotische portale Hypertension
In unsere Ambulanz kommen vorwiegend Menschen mit chronischen Lebererkrankungen, die über längeren Zeitraum begleitet werden müssen und Menschen, die etwa nach einem Befund in der hausärztlichen Praxis eine hepatologische Abklärung benötigen.
Als Teil des Universitären Leberzentrums Hamburg bieten wir Ihnen den zentralen Kontaktpunkt zur Behandlung von Leber- und Gallenerkrankungen im UKE. Hier arbeiten täglich Expert:innen aus insgesamt 16 beteiligten Kliniken, Instituten und Fachabteilungen gemeinsam daran, Ihnen die bestmögliche Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen von Leber und Gallenwegen anbieten zu können.
Vor diesem Hintergrund können wir auch Patient:innen mit fortgeschrittener Erkrankung oder Komplikationen der Leberzirrhose (z. B. Bauchwasser, Verschlechterung der Nierenfunktion, Krampfadern in Speiseröhre oder Magen) adäquat versorgen und gemeinsam mit den Patient:innen die weiteren Therapiekonzepte festlegen. Für Patient:innen mit weit fortgeschrittener Lebererkrankung prüfen wir in enger Kooperation mit unserer Transplantationsambulanz , ob eine Lebertransplantation im konkreten Fall eine Therapieoption darstellt.
Was uns auszeichnet
- Langjährige, interdisziplinäre Expertise, auch bei komplexen und seltenen Erkrankungen
- Diagnostik und Therapie nach neuester Technik
- Zeitnahe Termine zur Erstvorstellung (Ziel: binnen vier Wochen)
- Breites Spektrum an Untersuchungsangeboten vor Ort (Sonografie, Elastografie, Labordiagnostik, radiologische Verfahren etc.)
- Enge Kooperation mit tangierenden Fachbereichen wie etwa der I. Medizinischen Klinik des UKE, Spezialsprechstunden für autoimmune Lebererkrankungen (YAEL-), Lebertumor- oder Transplantationsambulanz, Zentrum für seltene Erkrankungen, Gastroentereologie sowie der Klinik für Endoskopie u.a.
- Unsere Behandlungen richten sich nach den neuesten Leitlinien.
Aktuelles
Ausgefragt?! Was hält unsere Leber gesund?
Anlässlich des Deutschen Lebertags am 20. November spricht Dr. Peter Hübener, Ärztlicher Leiter des Universitären Leberzentrums Hamburg, über Erkrankungsbilder, Behandlungs- und Vorsorgemöglichkeiten.
Häufig gestellte Fragen und Antworten
-
Was zeichnet die Leber aus?
Die Leber ist das schwerste innere Organ des menschlichen Körpers (bis zu 1,8 Kilogramm) und erfüllt eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben. So spielt die Leber eine zentrale Rolle bei der Aufnahme, Verarbeitung, Speicherung und Verdauung von Nahrungsbestandteilen sowie bei der Entgiftung bzw. dem Abbau schädlicher Substanzen – darunter Alkohol, Schadstoffe, Medikamente.
Darüber hinaus ist die Leber als größte Drüse des Menschen an der Produktion unzähliger Botenstoffe (z. B. Hormone, Vitamine) und Bausteine (z. B. körpereigene Eiweiße, Fette) beteiligt.
Überdies beeinflusst die Leber die Blutzuckerregulation, den Fett- und Eiweißstoffwechsel, die Blutgerinnung und -bildung, die Immunabwehr, den Säure-Basen-, Salz- und Wasser-Haushalt, den Knochenaufbau und vieles mehr. Kurzum: Ohne Leber kann der Mensch nicht leben.
-
Was ist Gelbsucht?
Gelbsucht (Ikterus) bezeichnet eine gelbliche Verfärbung der Haut und des Augenweißes, die durch einen Anstieg des Gallenfarbstoffs Bilirubin im Blut verursacht wird. Häufige Ursache für Gelbsucht sind Erkrankungen im Bereich der Leber bzw. der Gallenwege.
-
Was ist eigentlich eine Leberzirrhose?
Die Leberzirrhose ist das Endresultat einer chronischen Erkrankung, bei der das Lebergewebe zunehmend zerstört und durch Narbengewebe ersetzt wird. Einerseits kommt es dadurch im Verlauf typischerweise zu einer Beeinträchtigung der Leberfunktion. Andererseits verursacht der narbige Umbau der Leber häufig einen Aufstau von Blut vor der Leber, wodurch unter anderem Bauchwasser (Aszites) und Krampfadern vor allem im Bereich der Speiseröhre (Varizen) auftreten können. Zu den häufigsten Ursachen der Leberzirrhose zählen die Fettlebererkrankung (alkoholisch oder nicht-alkoholisch) und die Virushepatitis.
Da sich die Symptome der Erkrankung typischerweise erst im fortgeschrittenen Stadium einstellen, erfolgt die Vorstellung in einer ärztlichen Praxis häufig spät im Krankheitsprozess. Das Fortschreiten der Erkrankung kann bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie häufig aufgehalten werden. Aus diesem Grund bieten wir kurzfristige Erstvorstellungstermine bei unseren Leberspezialist:innen an.
-
Wie finde ich erfahrene Leberspezialist:innen?
Seit 2021 bündelt das Universitäre Leberzentrum Hamburg des UKE die vorhandene Expertise rund um Lebererkrankungen aller Art, um Patient:innen noch effektiver zu behandeln. Hier arbeiten täglich Expert:innen aus insgesamt 16 beteiligten Kliniken, Instituten und Fachabteilungen gemeinsam daran, Ihnen die bestmögliche Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen von Leber und Gallenwegen anbieten zu können.
-
Kann ich selbst etwas für die Leber tun?
Die gute Nachricht: Die Leber hat die Fähigkeit zur Regeneration, wenn die schädigenden Faktoren beseitigt werden.
Der erste Schritt zur Therapie ist die entsprechende Diagnostik bei Expert:innen für Lebererkrankungen. Im Anschluss beraten wir Sie gern zu Möglichkeiten, wie Sie Ihre Leber bei der Regeneration unterstützen und weiteren Schaden vermeiden können.
Von einer Leberentgiftung oder Leberunterstützung z. B. mittels im Handel beworbener und angebotener Nahrungsergänzungsmittel ist dringend abzuraten. Je nach angewendeter Substanz kann hierdurch im schlimmsten Fall eine toxische bzw. allergische Leberschädigung verursacht werden.